Kalanchoe
Flammendes Kätchen
Botanisch: Kalanchoe blossfeldiana
• Familie: Dickblattgewächse
(Crassulaceae)
Beschreibung
Aus der großen Familie der Dickblattgewächse blüht das
flammende Käthchen am auffallendsten. Meist blüht sie in Gelb
oder Rot, seltener in Rosa, Lila, Orange.
Seinen Namen bekam das flammende Käthchen nach seinen blutroten Blütendolden, die an langen Stielen über den Blättern sitzen. Auch der alte Name "Herbstfeuer", den man aber kaum mehr hört, ist auf die roten Blüten zurückzuführen. Beide Bezeichnungen sind heute eigentlich nicht mehr so ganz angebracht. Schließlich bekommt man ein flammendes Käthchen inzwischen auch mit gelben, orangefarbenen, rosa und - allerdings sehr selten - mit weißen Blüten. Sie blüht fast das ganze Jahr über.
Die Heimat der Blütenpflanze ist Madagaskar. Erst 1930 wurde sie von dem Berliner Samenhändler Blossfeld in den Gartenbau eingeführt. Seitdem entstanden zahlreiche neue Sorten, zum Teil auch Kreuzungen mit anderen Arten.
Allerdings hat man manchmal das Gefühl, dass die neuen Sorten
nicht die ursprünglich runde Wuchsform geerbt haben. Deshalb werden
sie von den Züchtern häufig mit Stauchemitteln behandelt.
Die Wirkung dieser Mittel lässt aber etwa im zweiten Jahr nach.
Standort
Im Sommer braucht das flammende Käthchen einen hellen, luftigen
Platz bei 20-25 Grad Celsius. Im Winter soll sie kühl stehen, aber
nicht unter 12-13 Grad Celsius. Zur Blütebildung braucht sie einen
kurzen Tag.
Anzucht
Bei den Züchtern und in großen Gärtnereien wird die
Pflanze durch Aussaat vermehrt. Der richtige Zeitpunkt ist Februar/März,
die richtige Keimtemperatur liegt bei etwa 20 Grad Celsius.
Da Sie aber wahrscheinlich nur wenige neue Pflanzen haben wollen, würden
wir Ihnen eher zur Stecklingsvermehrung raten. Bei einigen neuen Kreuzungen
ist es auch die einzige Möglichkeit, Pflanzen mit gleichen Eigenschaften
wie die Mutterpflanze zu bekommen. Sie können Triebspitzenstecklinge
schneiden. Am einfachsten geht die Vermehrung mit Triebspitzenstecklingen.
Sie brauchen nur 4-6 cm lang zu sein. Nehmen Sie das unterste Blattpaar
ab, stecken Sie die Stecklinge in feuchten Torfmull und stellen Sie
sie bei etwa 22 Grad Celsius auf. Regelmäßig die Spitzen
und Seitentriebe kappen.
Pflege
Im Sommer ist das flammende Käthchen für einen luftigen Platz
dankbar. Probieren Sie sie einmal als Balkonkastenpflanze aus. Sie darf
nur nicht zu früh ausgepflanzt werden, wenn die Nächte noch
kalt sind. Temperaturen unter 12 Grad Celsius sind nichts für sie.
Auch ein Südbalkon mit greller Sonne ist nicht unbedingt ideal. Stellen Sie sie auf einen West- oder Ostbalkon.
Das flammende Käthchen gehört zu den Kurztagspflanzen, wie zum Beispiel auch der Weihnachtsstern. Die natürliche Blütezeit liegt daher in den Wintermonaten. Durch künstliches Dunkelhalten 20 Tage lang von 17.00 bis 7.00 Uhr ist die Blüte jedoch in jede Jahreszeit zu verlegen. Unser Tip: Stülpen Sie einen Karton über die Pflanze.
Wichtig ist auch eine nächtliche Temperaturabsenkung: etwa 22-24 Grad Celsius am Tag, nur 15-16 Grad Celsius in der Nacht. Übrigens kann man ein Flammendes Käthchen mit dieser Behandlung jederzeit blühen lassen.
Gießen Sie nur mäßig. Die Erde sollte zwischendurch immer wieder austrocknen. Bitte nicht übersprühen. Soll die Pflanze mehrere Jahre überdauern, wird sie etwa alle drei Wochen einmal gedüngt.
Wenn man das flammende Käthchen nach der Blüte wegwirft, erübrigt sich ein Umtopfen. Sonst setzen Sie die Pflanze in ein Gemisch aus Blumenerde und etwas Sand.
Pflanzen, die man blühend kauft, sollte man möglichst nicht
beschneiden. Ältere Pflanzen werden regelmäßig beschnitten,
damit sie schön buschig wachsen.
Pflanzenschutz
Bei dem flammenden Käthchen tritt Stammfäule auf, wenn die
Pflanzen zu feucht gehalten werden. Die Bekämpfung erfolgt mit
Dexon.
Auftretende Woll- und Schmierläuse sind mit Unden oder Metasystox zu beseitigen.
Wucherungen und Korkbildungen an den Blättern sind ein Zeichen, dass die Pflanze zu kalt steht.
Abgeknickte Stiele zeigen an, dass die Pflanze fault. Schuld ist langanhaltende Überwässerung. Umpflanzen, weniger gießen.
Sind die Blüten blass, steht die Pflanze nicht hell genug.
Schädlinge mit lauwarmer Seifenlauge abwischen.
Hinweise
Zwar braucht die Kalanchoe einen hellen Platz, vor allzu viel Sonne
aber muss sie geschützt werden. Sonst verfärben sich die Blätter
rötlich.