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Unser Bau...(Teil 1)(Teil 2)

Auszüge aus dem Bautagebuch... (ein Krimi, nur für starke Nerven)
16.04.1982
Freitag
An diesem Tag war der Knoten endlich gerissen. Nach einem Jahr Verspätung brauchten die Fundamentgräben nicht mehr ausgepumpt und entschlammt zu werden: Es kamen 2 x 5 m³ Fertigbeton. Die fleißigen Helfer waren dieses Mal M. Tasche, Ch. Pröhl und P. Horn. Wir hatten zwei Flächen mit Blechtafeln vorbereitet, auf denen jeweils die Hälfte abgekippt wurde. Danach setzte Waldis Greifer die beiden Haufen jeweils auf vorbereitete Blechtafeln in die Baugrube um. Somit entfiel das lästige Schubkarre fahren auf steil gestellten Bohlen...
17.04.1982 16 Tonnen Sand 0/16 kamen angerollt. Der Kies ist als Sauberkeitsschicht gedacht.
11.05.1982 Endlich konnte die Dachschalung auf der Baustelle abgeladen werden.

3,75 m³ -24er. Das gibt wieder Spaß - beim Stapeln. Ist nämlich ´ne ganze Menge. Besäumt werden brauchen die Bretter wenigstens nicht.

Jetzt muss noch ein Sack voll Leisten orgarnisiert werden. Mir blieb nichts weiter übrig, aus den Kellern in der Peterstraße (dort wohnten wir) einen Großkeller zu machen.
06.06.1982 Endlich wurden die ersten Steine vermauert. -Schwerbetonsteine, die dann mit Beton gefüllt wurden.

Jede Menge Zementmörtel und Beton mit der Hand gemischt (auf Verpackungsbleche)
10.06.1982 Eingabe an den Rat der Stadt gemacht, zwecks Besorgung eines Betonmischers.
10.06.1982
-16.6.
Urlaub in Mönkebude.
16.06.1982 Auf der (alleinigen) Rückfahrt von Mönkebude aus der Stadt Lausik 600 kg! Verbundmasse (Kleber für Gasbeton) nach Karl-Marx-stadt gefahren.
01.07.1982 Nochmal aus Lausik 600kg Verbundmasse und 120 Kg Reparaturmasse mit Anhänger geholt (720 kg!)
16.07.1982
- 30.7.
Die gesamte Fläche wurde aufgearbeitet. Dann wurden 10 cm Kies verdichtet (mit einem selbst gebautem Stampfer) Anschließend 10 Tonnen Split (16er) auf 10 cm verteilt und mit dem Stampfer verdichtet.
02.07.1982 5,5 Tonnen Frischbeton mit Karin verarbeitet
16.07.1982 Das Fluchen von Karin ging weiter: 4,5 Tonnen Frischbeton bei knalliger Hitze breitgetreut (mit Schippen) und gestampft (das war die Grundplatte...).
09.08.1982
- 14.8.
Die erste Hälfte der Maurerbrigade begann mit der Verarbeitung von Schwerbetonsteinen.
16.08.1982
-21.08.
Die Arbeiten gingen zügig weiter. Zu viert wurde gebaut. Die Türanschläge halten die Arbeit ganz schön auf.
23.08.1982
-28.8.
Nach den 4 Reihen Schwerbetonsteinen wurden 3 Reihen Leichtbetonsteine vermauert.
30.08.1982
-04.09.
Jetzt wurden 3 oder 4? Schichten Gasbeton verklebt. Die 300 mm breiten Steine wurden alle aus 600 mm langen Steinen gesägt (mit einer, insgesamt über 10 Bauhandsägen)
06.09.1982
-10.10.
Die Druckankerschalung wurde montiert. Drahtkörbe für den Stahlbeton geflechtet. Schalungsbleche für die Fenster- und Türanschläge hergestellt.
13.09.1982
-18.09.
Die Druckanker wurden betoniert. 10 Tonnen Kies 0...16 wurden benötigt.

Der Beton wurde von unten mit der Schippe in die Schalung geworfen.

Zum Verdichten habe ich meine Schwingschleifer als Betonrüttler umgebaut (Die Platte wurde durch eine andere mit einer gedrehten Flasche ausgetauscht - hat sich gut bewährt)
20.09.1982 Deckenbalken mit Kranauto verlegt. (Hört sich so einfach an, aber der Kran mußte erst einmal besorgt werden...)
bis
02.10.1982
Füllkörper wurden verlegt. Die Deckenbalken wurden vorher abgesteift. (Rundbalken vom Nachbarn, der schon mit dem Keller fertig war - meine Deckenhöhe wollte ich aber nicht als Kellerhöhe (ca. 2,35 Meter hoch, sondern - wie alle Raumhöhen 2,50 Meter haben, also mußte ich etwa 20 Mal die Höhe ausgleichen...
danach Ringanker und Estrich wurden "verlegt". Der Stahl war 9 Meter lang. Auf der Straße habe ich einen Sattelauflieger angehalten, der hat mir dann den Stahl auf die Baustelle gefahren...
18.10.1982
-23.10.
Estrich für das Garagendach hergestellt. (Mit einem Transportband hochgefahren.)
Das Verlegen der Doppel-T-Träger und vor Allem das Einschieben der Hohlbetondielen war eine Quälerei. Es war an diesem Tag, wie überhaupt den ganzen Sommer sehr heiß.
15.10.1982 50 Platten HWL-2,5 cm (Holzwolle-Leichtbau-Platten) mit Anhänger von der Kalkstraße geholt. Die Räder vom Anhänger (hat mein Bruder gebaut-mit Zulassung für das Zugrohr) waren so in die Grätsche gegangen, die Räder sassen am Anhänger fest - Trabbi-Hinterachse. Es wurden zwei Fahrten.
20.11.1982 2 Tage vorher erhielt ich ein Telegramm aus Lausik: 1 Waggon mit Gasbeton ist unterwegs. Dann brach Hektik aus. Samstag. Innerhalb von 5 Stunden sollte der Waggon entladen werden. Wenn er nun in der Nacht ankommt?! Oder Sonntag. Kein Kran da.
Nach stundenlangen Herumfahren in der Stadt (mit einem Moped - mein Auto wurde nachts geklaut und gegen eine Wand gefahren - der Skoda S100 hatte Totalschaden) und nach vielen Telefonaten hatte ich den Mann von der VEM (Numerik) erwischt, der Bereitschaft hatte. Dann ging mir der Sprit aus. (Mir wurde aber mit Trabbi-Benzin geholfen...).

Der Waggon kam nicht Samstag, er kam nicht Sonntag, sondern Montag früh. Bis 10 Uhr waren die 17 Pakete abgeladen. (Mit einer Entladezange, die ich mir ausgeliehen hatte, ohne das es der Besitzer wußte..., er hat sich gewundert, das sie nicht mehr an der Stelle stand... - ging aber gut aus.
29.11.1982 Die Pakete Gasbeton mußten von der Laderampe verschwinden. Sonst mußten Lagergebühren gezahlt werden.
Eine Tatra-Zugmaschine vom WBK orgarnisiert, dazu einen Tieflader, dazu einen Autokran und dazu noch die Paketzange...
  Dann habe ich aufgehört Tagebuch zu schreiben, leider...
          Fortsetzung folgt
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